13. URBANIZE! Festival

Beim 13. urbanize! Festival (https://urbanize.at/) richtete sich der Fokus im Allgemeinen dem ökosozialen Umbau unserer Städte. Im Zuge dessen gab es u.a. Diskussionen, Workshops, Stadtspaziergänge, Kunst, Film und Musik. Am Freitag, 7. Oktober 2022, machte MACH’S AUF! bei der „Ideenrallye zur nachhaltigen Gestaltung der Zukunft“ mit.

Der ASF hub (Action for Sustainable Future) und die Grätzl-VHS im 15. Wiener Bezirk veranstalteten eine Ideenrallye zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft. MACH'S AUF! war dabei eines der 6 Projekte, die sich vor Ort an einem Stand präsentieren durften. An den 6 verschiedenen Stationen gab es jeweils konkrete Aufgaben, die gelöst werden mussten, um verschiedene Baumaterialien zu bekommen, mit denen die Teilnehmer*innen am Ende der Rallye ihre Ideen für das Grätzl der Zukunft basteln konnten.

Bei der MACH'S AUF! Station gab es natürlich vorranging eine Sensibilisierung zum Thema Gehörlosigkeit & Technik. Die Teilnehmer*innen durften bei uns ein Quiz ausfüllen und lernen, wie sie ihren eigenen Namen mittels ÖGS-Fingeralphabet buchstabieren können. Weiters wurden technische Objekte visuell

beschrieben und erklärt: Beispielsweise gab es die barrierefreie Lichtklingel, die im Metalab selbst gemacht wurde, in der nachgestellten LEGO-Version zum Bewundern. Diese kam besonders bei den jüngeren Besucher*innen sehr gut an – ebenso wie der mitgebrachte 3D-Drucker, den man laufend beobachten konnte, wie er frische Telefonzellen (das Symbol für das Wiener metalab) produzierte.

Jugendliche wie Erwachsene wurden bei dem Quiz gefordert: Von der noch recht einfachen Frage „Ist die Gebärdensprache in jedem Land überall gleich?“ zu heikleren Themen wie Diskriminierung von gehörlosen und schwerhörigen Menschen in Schulen oder dem rechtlichen Status von ÖGS. Dabei entstanden auch spannende Gespräche mit den Teilnehmer*innen – wir haben bewusst darauf verzichtet, unpersönliche Lösungszettel auszuteilen sondern haben stattdessen auf den persönlichen Dialog gesetzt, um die korrekten Antworten auch erklären zu können. Besonders interessant dabei war, dass den meisten das Ausmaß der Barrieren bisher gar nicht so klar war. Teilnehmer*innen-Zitate wie „Hä, wer soll denn bitte mit 40 Dolmetsch-Stunden pro Jahr auskommen?“ oder „Was, das ist ja meeega unfair wenn Gehörlose nicht die selbe Ausbildung machen können, nur weil sie nicht hören?!“ sind besonders hängen geblieben. Finden wir nämlich auch!

Wir bedanken uns beim Urbanize, dem ASF hub und der VHS im 15. Bezirk für die tolle Zusammenarbeit und die Chance, wieder ein paar mehr Menschen mit unseren Themen erreicht zu haben. Denn wir finden: Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit müssen (nicht nur in Städten, sondern überall) zusammengedacht werden!